Delikatfisch Braun Duisburg

Nämlich dass die Autobahn mitsamt ihren Begleitarealen, offenen Sinn und ein wenig Fußeinsatz vorausgesetzt, eine ganz eigene, starke und nachhaltige ästhetische Erfahrung schenken wird. Skeptisch? – Bedenke: Auch Industriearchitektur wurde bis vor kurzem als Wegwerfbauten ver-achtet, und noch zur Goethe-Zeit galten die Alpen als hässliche Unorte. Man muss nicht, aber man kann diesen Ort faszinierend finden. Zu dem wir jetzt, den Stufen eines ominösen Fußwegs folgend, hinabsteigen. »Die Hölle von Kaiserberg« nennt Markus Ambach, was uns erwartet – in Düsseldorf lebender Künstler mit vorzugsweisem Einsatz im öffentlichen Raum und Kurator von »B1|A40«. Schweigend stapfe ich meinem Cicerone nach, nebeneinander zu gehen verbietet sich, zu stark wächst von überall her wildes Grün in die Quere, aber miteinander zu reden ist ohnehin unmöglich, eine Armlänge von den LKWs entfernt, die hier auf der langen Tangente Richtung Duis-burg dröhnen. Im Autobahnkreuz Kaiserberg, in den 70er Jahren auf der Stadtgrenze Duisburg-Mülheim errichtet, verbinden sich die Autobahnen A 40 und A 3, werden von S- und Fernbahnstrecken gekreuzt, arbeiten sich innerstädtische Straßen sowie die Ruhr durch das Spaghetti-Gewirr, das der spitze Schnittpunkt der beiden Fernstraßen erforderte.

Expedition in die Spaghetti – kulturwest.de

Am Eingang des Zoos kann auch an der E-Bike-Ladestation Energie gezapft werden und wer mag findet dort auch ein Leihrad. Gegenüber ist der zweite Startpunkt unseres Großen Rundweg Autobahnkreuz Kaiserberg: die Haltestelle Zoo/Uni. Die Straßenbahnlinie 901 bringt die Besucher zum Zoo, die Studenten zur Bildung und uns zum Beginn der Wanderung. Zu Beginn folgen wir dem Wanderzeichen DU den "Berg" hinauf. Vorbei an dem künstlichen See geht es bis zur Kriegsgräberstätte: Die Infotafel vor dem Tor erinnert an die Gräuel des Ersten Weltkrieges. Rund 3200 Duisburger starben in den vier Jahren und rund 800 Tote wurden hier begraben. Den 1922 als zusätzliches Denkmal errichteten "Trauernden Jüngling" von Wilhelm Lehmbruck finden wir leider nicht mehr. Eine Kopie ist im Lehmbruck-Museum ausgestellt. Die Nationalsozialisten empfanden den "Trauernden Jüngling" als entartet und einer der vielen Fliegerangriffe des Zweiten Weltkrieges zerstörte das Kunstwerk. Übrig ist nur das andere kriegerische Denkmal und ebensolche markigen Sprüche im Eingangsbereich.

Anmerkung: Diese Auslistung ist allgemeiner Art, also nicht auf den oben genannten Firmeneintrag bezogen und stellt somit eine reine themenbezogene Zusammenstellung allgemein rund um die Themen dieser Homepage dar! Fische und Fischwaren in Duisburg und im Kreis Duisburg. Aktuelle Informationen und Kontakte zu und Tierzucht und Tierhaltung und Fischzüchterei und Fische und Fischwaren. Finden Sie weitere interessante Firmen mit Kontakdaten und einem direkten Ansprechpartner in Duisburg, aus dem Bezirk, oder aus dem gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen zu den Themen Fische und Fischwaren, Fischzüchterei, Tierzucht und Tierhaltung:

Delikatfisch braun duisburg 3

Schade. Denn dieser künst-liche Teich bildet eine irritierende Idylle: Enten schwimmen darin, Rohrkolben stechen daraus hervor, Wilde Kirsche, Erlen, Birken verzaubern ihn zu einem unberührt wirkenden Genrebild. Das, als sei dies eine ver-sehentliche Doppelprojektion, ringsum von Fern- und Lastverkehr auf mehreren Ebenen umrast wird. Das Projekt »B1|A40« gliedert sich in sieben Ausstellungsräume entlang der A 40. Sie akzentuieren eine jeweils andere, oft unbekannte Erscheinung von Autobahnbegleit-Urbanität. Eine Auswahl: Kreuz Kaiserberg Duisburg/Mülheim: Jeanne van Heeswijk begleitet den Teilabriss der Werthacker-Kirche mit einem sozialen Riesentisch in Ringform; zugleich verwandelt sie den (jedem Autofahrer bekannten) Hochbunker direkt im Kreuz zum Leuchtturm mit umlaufendem Licht. Auf einem der zahlreichen Grünschnipsel zwischen den Asphaltbändern erhebt sich eine Skulptur der renommierten amerikanischen Installations-künstlerin Rita McBride, »Delicate Arch«, die an jene Osborne-Werbestiere neben spanischen Autobahnen erinnert.

  1. Delikatfisch braun duisburg 2017
  2. Virtueller Blick ins Kanzleramt - Brandenburg - PNN
  3. B1|A40 Die Schönheit der großen Straße
  4. Rund 310.000 Besucher feiern beim „Tag der Sachsen“
  5. Job center umschulung kostenübernahme tx

Delikatfisch braun duisburg 2017

Delikatfisch braun duisburg square

Wir kommen rechts zum "Dorfplatz" und überqueren ihn, um nach rund 50 Metern auf der linken Seite bei der Siedlerklause anzukommen. Das obligatorische Köpi grüßt uns. Wer hier zu tief ins Glas schaut, kann anschließend mit der Linie 944 zum Duisburger Hbf zurück gelangen. Die Siedlergemeinschaft Duisburg e. Werthacker blickt auf eine lange Tradition zurück. Gestärkt geht es zurück bis zur Lärmschutzwand. Wir betreten nun die "Kaiserberger Hölle". Hier kreuzen sich die A40, A3, die ICE-Trasse und die Bahngleise des Eisenbahnnahverkehrs. Fußwege leiten durch sie hindurch. Beton, Graffitis und der Lärm des Verkehrs neben und über uns begleitet uns für wenige Meter. Wenn sich der Raum über uns lichtet, so ersteigen wir links eine Treppe, um zwischen den Gleisen gen Osten zu wandern. Wer nicht sofort die Treppe erklimmt, sondern geradeaus am Rand der Autobahn wenige Meter weitergeht, der wird auf einem kleinen Pfad nach links geleitet und kommt zu einer Koppel. Inmitten des AK Kaiserberg findet sich eine weitere Perle der Natur.

In der Nachbarschaft, in den Schlaufen des Autobahnkreuzes Duisburg-Kaiserberg, betreibt Adolf Braun eine Forellenzucht. Der Mann mit dem Rübezahlbart hat die Senke einer alten Flakstellung in einen Park verwandelt und sich hinter seinem Teich ein Wasserschlösschen errichtet. Ein Kieselsteinweg führt zu seiner Villa im Niemandsland der A 40. Jede Stunde schießt der ICE gen Berlin durch den Garten. "Mein Paradies", sagt er. Ein lautes Refugium.

Delikatfisch braun duisburg

Mit die bescheuertste Autobahnschneise schlägt sich mitten durch sieben Städte: der Ruhrschnellweg. Das Kulturhauptstadt-Projekt B1|A40 arbeitet daran, die Monstertrasse zurückzugewinnen für die Stadt. Denn unglaublich, aber wahr: Hinter den Schallschutzwänden leben Menschen. TEXT: ULRICH DEUTER Die Straße Schwiesenkamp begrenzt die kleine Werthacker-Siedlung nach Süden, zum Wald hin. Einfamilienhäuser in Vorgartenverschönerungskonkurrenz, kleine Kirche in der dörflich wirkenden Mitte: So präsen-tiert sich das winzige Örtchen. Ein Rauschen liegt in der Luft. Etwas abseits, hinter der Brücke über den beschaulichen Ruhr-Schifffahrtskanal, versteckt sich hinter Tor und Mauer »Delikatfisch-Braun« mit seinen Forellenteichen, ein weitläufiges Anwesen. Dahinter eine Straßenbiegung, dahinter Felder, ein Bauernhof. In die andere Richtung verläuft der Schwiesenkamp merkwürdig linear, wird der Zugang zum vermeint-lichen Wald durch eine Mauer blockiert. Und dann hat einen die schmale Straße auch hier auf eine Brücke geführt, die Häuser rechts enden, der Wald linkerhand erweist sich als Baumstreifen vor mehrgleisiger Bahntrasse, Lärm brandet auf, eine Schlucht öffnet sich: das Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg.

Über das in diesem Moment der ICE Richtung Köln donnert. Was von der Kulturhauptstadt übrig bleiben wird, ist schwer zu sagen. Wird man in fünf oder zehn Jahren die großen Neu- und Umbauten Folkwang-, Ruhr Museum und Dortmunder U noch »Ruhr. 2010« zurechnen? Aber auch vom Erbe der IBA Emscherpark war ja das kostbarste Stück nicht der Erhalt von Zechengebäuden, sondern der Wandel der Wahrnehmung, der so etwas wie Industriekultur überhaupt erst konstituierte. Diese Entdeckung war eine Selbstentdeckung; wenn man so will: die Ich-Werdung des Ruhrgebiets zum Raum mit Besonderheit und Geschichte. Der eigentliche, der mentale Strukturwandel. Wenn im Zusammenhang mit dem Kulturhauptstadtjahr von deren Pflicht zur Nachhaltigkeit die Rede ist, dann müsste es um die Vertiefung jenes Wandlungsprozesses gehen. Tragen hierzu 300 in die Luft gelassene gelbe Ballons bei, die zu mickrig und zu wenige sind, um auch nur aus der Google Earth-Perspektive – geschweige denn am Boden – demonstrieren zu können, wie sehr das Revier einmal »Revier«, nämlich Kohleland, war und jetzt nicht mehr ist?

Ich kann sie sehen«, heißt es bei Alexander Kluge. Der ganze Kaiserberg-Teil des »B1|A40«-Projekts dient dem Sichtbarmachen solcher »Pfützen«, die zu nichts und dennoch da sind. Und wieder verschwinden. Der Weg, den Ambach und ich gerade gehen, ist jetzt ein mit Hinweistafeln ausgeschilderter Kunst-Wanderweg, der all diese kleinen Reiche besucht: das vom Autobahnkreuz in den Dauerschlaf gewiegte Dörfchen Werthacker; den Fußweg zur S-Bahnstation, die nie gebaut wurde; die faszinierenden Graffiti unter den Brücken; die Pumpstation und den Ententeich mitten im Spaghetti-Gewirr. Drüben, auf der hinter acht Autobahnfahr-bahnen unerreichbar scheinenden anderen Seite ist sie zu sehen, die Station. Auf ihr hat die Frankfurter Künstlergruppe »Finger« einen Mega-Bienenkorb und acht echte Stöcke aufgestellt, zur Produktion von Kaiserberghonig aus Fernstraßenbegleitgrün. Dem Summen der 500. 000 Immen sollte eigentlich von Liegestühlen am Wasserreservoir aus zuzusehen sein, doch der Landesbetrieb »Straß«, der seine Ideologie von der ablenkungsfreien Autobahn mittlerweile (tatsächlich im Verlauf der Kulturhauptstadt-Vorbereitung) aufgegeben hat, sah hier eine zu große Gefahr.

Gegenüber liegt der zweite große Parkplatz des Zoos. Wenn die Dunkelheit beginnt und der Zoo geschlossen hat, so kreisen dort die Herren der Schöpfung mit ihren Autos um die Damen des ältesten Gewerbes. Wir wenden uns nach rechts am Straßenrand überqueren die A3 und die Nord-Süd-Güterstrecke der DB. Pfiffig umgeht der Zoo Duisburg das Werbeverbot an deutschen Autobahnen. Die gestutzen Büsche auf der Zoobrücke zeigen allen Autofahrern Richtung Norden, wo sie sind. Die alte Zoobrücke können wir Richtung Süden erkennen. Gelbleuchtend ragt ihre Spitze empor. Sie wurde vor Jahren versetzt. Mit etwas Glück kann man zudem die Güterzüge für die Stahlwerke mit ihrer Kohlenlast von oben betrachten. Kurz darauf erreichen wir den Zoo. Vorher – recht unscheinbar – hat die Societät Duisburg e. V. ihren Sitz. Sie selbst versteht sich als "traditionsreicher und aktiver Gesellschaftsverein mit Niveau". Seit 1774 besteht die Societät. Kostenlos können wir Giraffen betrachten und im Zooshop die Vielfalt von Steif-Tieren und anderen Spielzeug rund um die Tiere des Zoos bewundern.

  1. Dpd wie lange wird paket aufbewahrt 2