Jörg Meuthen Maischberger

Dass Brandt als Greis wieder zum Idol wurde, habe seiner Partei auch nicht geholfen. Ärgerlich wirkt das zweite Intermezzo mit Frau Navidi, die auf die jüngsten Crash-Propheten mit dem Bekenntnis antwortet, selbst für den Crash-Propheten Roubini gearbeitet zu haben. Ob, wann und warum es zu einem nächsten Crash kommt, sei ungewiss. Etwas deutlicher hätte sie schon werden können. Die Blase auf den Immobilienmärkten und überbewertete Industrieaktien deuten eine Richtung an. Komme es zu Unternehmens- und Bankenzusammenbrüchen, werde die Lage dramatischer als vor zehn Jahren. Feigenblatt Meuthen im Verhör Vor dem Einzelinterview mit dem AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen dürfen von Lucke und Fleischhauer noch etwas spekulieren. Meuthen sei das bürgerliche Feigenblatt der AfD. Das wirft die Frage auf, worin die Blöße der AfD bestünde. Sind es die radikalen völkischen und rassistischen Ränder oder ist der "gärige Haufen" insgesamt eine zwielichtige Formation? Unstrittig scheint, dass die CDU mit der Tradition gebrochen hat, rechts von ihr nichts groß werden zu lassen.

Maischberger - Meuthen zu Kalbitz: Annulierung der Mitgliedschaft bleibt bestehen

"Theresa May saß im Unterhaus wie ein Vogel mit zwei gebrochenen Flügeln", ätzt Prof. Glees. Schärfste Attacke "Wenn Sie Schuldige suchen, müssen Sie die bei Frau Merkel suchen", ruft der AfD-Chef in die Runde. Er erinnert daran, wie der frühere Briten-Premier David Cameron überhaupt auf die Idee verfallen sei, über einen Brexit abstimmen zu lassen: "Merkel hat ihn da reingetrieben! " Denn: "Als die Engländer nach den Wanderungsbewegungen der Flüchtlinge das Chaos sahen, dass Frau Merkel hier angerichtet hat, haben sie gesagt: Das wollen wir in Großbritannien nicht haben! " Überraschendste Zustimmung Krause läuft langsam heiß: "Sie regen sich über muslimische Einwanderer auf", widerspricht er wütend. "Die Engländer haben sich aber über Zuwanderer aus Osteuropa geärgert! " Doch Prof. Glees ist in diesem Fall eher bei dem AfD-Mann: "Die äußere Sicherheit aufrecht zu erhalten wäre die erste Pflicht gewesen", sagt er über die Grenzöffnung der Kanzlerin. "Das haben Sie nicht gemacht, und das war blöd! "

Markus Söder würde nicht mit Verschwörungstheoretikern sprechen, wie sein Berufskollege "Michael" (Kretschmer, Sachsens Ministerpräsident). bild: screenshot ard Markus Söder: "Eine zweite Welle wird hundertprozentig kommen" Sandra Maischberger blickt in ihrer Sendung "Maischberger. Die Woche" mal wieder auf die vergangenen sieben Tage zurück. Und langsam ist Corona als Thema auf dem Rückzug. Es geht auch um andere Themen wie den Streit innerhalb der AfD. Neben Corona natürlich. Aber los geht es erstmal mit einem der Corona-Gewinner. Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident ist aus Nürnberg zugeschaltet. Sandra Maischberger konfrontiert Söder, der lange Zeit einen eher strengen Kurs in Sachen Corona durchgesetzt hat, mit seinem Zitat, dass Corona nun unter Kontrolle sei. Schließlich öffnen nun die Biergärten in Bayern. Ob er wirklich dieser Meinung sei? Söder beklagt, wie üblich in solchen Fällen, dass das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen worden sei. Was er gemeint habe sei: "Wir haben jetzt eine stabile Situation", man könne Infektionsketten nachvollziehen, etwa in Schlachthöfen oder Pflegeheimen, das habe er gemeint und das sei der Unterschied zum Anfang.

C haostage in London und kein Ende in Sicht. Nach der erneuten Ablehnung eines Deals von Theresa May mit der Europäischen Union haben die britischen Abgeordneten jetzt auch einen Austritt aus dem Staatenbund ohne Abkommen abgelehnt. Den einen Deal wollen sie nicht, aber keinen Deal wollen sie auch nicht. Alles sieht deshalb nun danach aus, dass das Parlament für einen Brexit-Aufschub plädieren wird. Aber ob die Europäische Union einen solchen überhaupt gewähren würde, ist ungewiss. Die Situation zwischen Briten und Europäern bleibt angespannt – und das vermutlich auch noch für längere Zeit. Wer daran die Schuld trägt? Für Anja Kohl, Börsenexpertin bei der ARD, liegt es auf der Hand. "Die Briten haben sich komplett verfahren", sagt die Journalistin. Sie hält nichts von einer Brexit-Verschiebung. "Was soll das jetzt bringen? ", fragt sie. "Der Brexit wird nicht schön, aber wir brauchen jetzt einen Schlussstrich. " Lesen Sie auch "Das Brexit-Drama: Kann das Chaos noch verhindert werden? ": Das ist die Fragestellung, unter der Sandra Maischbergers Talkshow steht.

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Der "Spiegel"-Autor hätte lediglich den Namen "Lanz" gegen "Maischberger", "Hans-Ulrich Jörges" gegen "Albrecht von Lucke" und "ZDF" gegen "ARD" austauschen müssen. Der Text stammt jedoch aus einer ganz anderen Ära: aus jener in der Rückschau nahezu paradiesisch anmutenden Zeit vor dem großen Dammbruch, vor dem Umsiedlungsirrsinn, der Deutschland mit dankbaren und arbeitswilligen Entwurzelten, aber auch mit undankbaren, arbeitsscheuen Sozialschmarotzern überflutete. So komplex und zugleich so einfach ist die Wahrheit. "Parasit" war einer der Begriffe, für den Albrecht von Lucke Meuthen in die Mangel nehmen wollte. Die Vokabel sei bei einer Pegida-Veranstaltung gefallen, die Björn Höcke verbal unterstütze, der ein Parteikollege von Meuthen sei – ein besonders abstruser unter den vielen Versuchen der letzten Jahre, die Meinungsfreiheit durch eigens aus Anlass der Massenmigration von selbsternannten Tugendwächtern erlassene begriffliche Tabuverordnungen zu beschneiden. In Wahrheit ist "Parasit" oder "Schmarotzer" eine völlig legitime, wenn auch provokante Metapher für Menschen, die sich von einer Gesellschaft alimentieren lassen, ohne selbst einen Beitrag zur Volkswohlfahrt zu leisten.