Friedrich Ebert Stiftung Mitte Studie

Die Mitte verliert ihren festen Boden und ihre demokratische Orientierung. weitere Informationen zur Studie Kontakt: Franziska Schröter | Friedrich-Ebert-Stiftung, Projekt gegen Rechtsextremismus | (030) 26935-7311 Peter Donaiski | Friedrich-Ebert-Stiftung, Presse & Öffentlichkeitsarbeit | (030) 26935-7038

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Institute for Interdisciplinary Research on Conflict and Violence Mitte-Studie 2018 - Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland Kurzbeschreibung Die Mitte-Studien haben sich über die kontinuierliche und unabhängige Forschungsarbeit sowie Dissemination in der politischen Bildung in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten öffentlichen Diskurs- und Debattengrundlagen zum Zustand der Demokratie und ihren Bedrohungen etabliert. Auch für die Mitte-Studie 2018 liegt der primäre Fokus auf der Frage, wie verbreitet rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Bevölkerung sind. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Verbreitung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF), d. h. auf der Erfassung des Ausmaßes und der Hintergründe der Abwertung von gesellschaftlichen Minderheiten in der Bevölkerung. Die Studie ermittelt wie die vorherigen Mitte-Studien der FES vor allem, welche rechtsextremen, menschenfeindlichen wie auch rechtspopulistischen Meinungen in der Querschnittsbevölkerung vorhanden sind, welche Ausmaße sie annehmen, wie sie sich im Vergleich zu den Vorjahren verändern, und welche sozialen Faktoren ihnen zugrunde liegen.

Erkenntnis 3: Im Osten ist die Mitte weiter rechts Entgegen landläufiger Meinung unterscheiden sich Ost und West nicht, was die Zustimmung zu offen rechtsextremen Einstellungen betrifft. Doch eine weichere rechtspopulistische Orientierung ist im Osten weiter verbreitet als im Westen (West: 20 Prozent, Ost: 30 Prozent). Das gilt vor allem für die Fremdenfeindlichkeit (West: 18 Prozent, Ost: 23 Prozent), die Abwertung von Muslimen (West: 19 Prozent, Ost: 26 Prozent) und von Asylsuchenden (West: 51 Prozent, Ost: 63 Prozent). Auch autoritäre Einstellungen finden unter ostdeutschen Befragten mehr Zustimmung (West: 61 Prozent, Ost: 67 Prozent). Erkennbar wird auch: Im Osten fühlen sich die Menschen politisch machtloser als deren Mitbürger im Westen, und das Vertrauen in die Demokratie ist geringer. Vor allem aber ist das Gefühl der kollektiven Wut auf die Zuwanderung im Osten mit 52 Prozent deutlich tiefer verwurzelt als im Westen mit 44 Prozent. Als Gründe nennen die Autoren der Studie das Gefühl, persönlich ungerecht behandelt zu werden, der wirtschaftlichen Benachteiligung und der politischen Orientierungslosigkeit gepaart mit Globalisierungsängsten, einer ausgeprägten Identität als Deutsche bei gleichzeitig mangelnder Erfahrung von Kontakt und Austausch mit Eingewanderten.

Gerade was die Verharmlosung des Nationalsozialismus betrifft, zeigt sich die Tendenz, dass in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen sieben Prozent zustimmen, in den Altersgruppen der 30- bis 60-Jährigen und über 60-Jährigen nur unter zwei Prozent. Für die Autoren der Studie ist das Ergebnis nicht verwunderlich. Die jüngere Generation wachse in einer Gesellschaft auf, in der die Rechte von Minderheiten wieder offen infrage gestellt würden, wo antisemitische und fremdenfeindliche Positionen bis in die Parlamente hinein formuliert würden und politische Bildung im Schulunterricht oft zu kurz komme. Die vorletzte und die letzte Grafik zeigen die Zustimmungsraten zu bestimmten rechtsextremen Einstellungen in ihrer Entwicklung über viele Jahre: Erkenntnis 6: "Das wird man ja noch sagen dürfen" Die Zustimmung zu menschenfeindlichen Vorurteilen in den letzten fünf Jahren ist nahezu unverändert. Das gilt vor allem für Abwertungen gegenüber Zugewanderten, Muslimen und für Antisemitismus - dort sind die ermittelten Werte seit 2014 gleichbleibend hoch.

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Die Mitte steht auf sumpfigen Boden und droht ihre demokratische Orientierung zu verlieren, bilanziert die Friedrich-Ebert-Stiftung ihre neue Studie. Die wichtigsten Erkenntnisse. Erkenntnis 1: Weniger rechtsextrem als rechtspopulistisch Die Ergebnisse der aktuellen "Mitte-Studie" der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zeigen: Der Großteil der Deutschen befürwortet die Demokratie, begrüßt die Vielfalt der Gesellschaft und fordert eine Stärkung der Europäischen Union. Eindeutig und offen rechtsextreme Einstellungen werden von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Lediglich zwei bis drei Prozent der Befragten äußern sich klar rechtsextrem. Deutlich weiter als hart rechtsextreme sind die weicheren rechtspopulistischen Einstellungen verbreitet. Jede fünfte befragte Person (21 Prozent) neigt ganz deutlich zu rechtspopulistischen Einstellungen, bei 42 Prozent lässt sich eine Tendenz dazu feststellen. Zugleich äußert ein Drittel auch nicht-liberale Einstellungen zur Demokratie, stellt gleiche Rechte für alle infrage.

Gut ein Drittel der Befragten ist der Ansicht: "Die Regierung verschweigt der Bevölkerung die Wahrheit"; und knapp 22 Prozent meinen: "Die regierenden Parteien betrügen das Volk. " Rund ein Drittel fordert Widerstand gegen die aktuelle Politik. Vor zwei Jahren lagen die Zustimmungen ähnlich hoch. Auch die Ansichten, es gäbe ein Meinungsdiktat in Deutschland (55 Prozent) oder Deutschland würde vom Islam unterwandert (25 Prozent), sind verbreitet. Rund ein Drittel (34 Prozent) meint, das deutsche Volk besäße eine unveränderliche Identität. Fazit der Forscher: Der offene, harte Rechtsextremismus wird durch moderne Formen abgelöst, darin steckt aber das alte völkische Denken. Das ist auf den ersten Blick nicht so leicht als rechtsextrem erkennbar, umso leichter lassen sich neurechte Varianten verbreiten. Die folgende Grafik zeigt die Häufigkeit von Nennungen (in Prozent) in den Telefonbefragungen (n ist dabei die Zahl der Interviews) zu aufgeführten Themen: Der p-Wert ist eine definierte Kennzahl zur wissenschaftlichen Auswertung statistischer Tests.

Die Autoren der "Mitte-Studie" kommen auf Grundlage dieser Ergebnisse zu dem Schluss, dass die AfD keineswegs als bloße "Protestpartei" zu verharmlosen sei, sondern ihren Wählern programmatisch genau das biete, was deren Einstellung entspreche. Die folgende Grafik zeigt, wie viel größer rechtspopulistische Einstellungen bei AfD-Wählern im Vergleich zu den Sympathisanten anderer Parteien verbreitet sind: Erkenntnis 5: Die Jüngeren ziehen nach Auffällig sind gestiegene Zustimmungen bei jüngeren Befragten, was eine fremdenfeindliche und rechtsgerichtete Einstellung betrifft. Die Jüngeren - bis dato deutlich seltener menschenfeindlich und rechtsextrem eingestellt als Ältere - ziehen laut der aktuellen Erhebung bei einer Reihe von Abwertungen und Dimensionen rechtsextremer Einstellungen nach. Was beispielsweise den Nationalchauvinismus betrifft (13 Prozent Zustimmung), also die Ansicht, Deutschland solle Stärke gegenüber anderen Ländern zeigen, gibt es überhaupt keinen Altersunterschied mehr.

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10. 2010, 13. 2010 Spiegel Online, 13. 2010/ Ole Reißmann Spiegel Online, 13. 2010/ Christoph Ruf Handelsblatt, 13. 2010 Hürriyet Daily News, 14. 2010 General-Anzeiger, Bonn, 14. 2010 Article in the Prague Post (english), 27. 2010 Gutachten von Prof. Roland Roth Beispiele guter Praxis und Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Engagement gegen Rechtsextremismus Gutachten als pdf-Datei Pressemitteilung Vortrag von Prof. Roland Roth Medienecho TAZ, 28. 06. 2010 | Der Tagesspiegel, 27. 2010 |, 29. 2010 | Die Zeit online, 28. 2010

Richtet sich Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vor allem gegen Asylsuchende oder auch gegen andere (schwache) Gruppen? Wird die Gesellschaft von Demokratiezweifeln gespalten? Antworten gibt die aktuelle »Mitte-Studie« der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mit weiteren Beiträgen von Beate Küpper, Daniela Krause, Anna Klein, Andreas Hövermann u. a. ca. 144 Seiten, Broschur, ca. 9, 90 Euro am 21. November 2016 erschienen ISBN 978-3-8012-0488-4 Die komplette Studie zum Download. Programm Ergebniszusammenfassung/Presse-Handout Pressemitteilung Buchinformation Dietz-Verlag Fragile Mitte - Feindselige Zustände In Kooperation mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld entstand die neue FES-Mitte-Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland. Diese ist unter dem Titel " Fragile Mitte - Feindselige Zustände " im November im Dietz-Verlag erschienen. Die komplette Studie zum Download. Pressemitteilung Zusammenfassung Andreas Zick / Anna Klein: Fragile Mitte - Feindselige Zustände.

Negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden haben sogar zugenommen: Jede zweite befragte Person stimmt negativen Meinungen gegenüber Asylsuchenden zu. Dies ist noch einmal im Vergleich zu 2016 angestiegen, obwohl die Zahl der Asylsuchenden im Befragungszeitraum rückläufig ist. Hingegen sind Sexismus, die Abwertung homosexueller und wohnungsloser Menschen eher rückläufig. Auch Verschwörungsmythen finden generell in der Bevölkerung großen Zuspruch. 46% meinen, geheime Organisationen würden politische Entscheidungen beeinflussen, und jede_r zweite Befragte traut eher den eigenen Gefühlen als Expert_innen, nahezu ein Viertel der Befragten mutmaßt, Medien und Politik steckten unter einer Decke. Mit Blick auf die politischen Orientierungen der Befragten bestätigt sich ein Trend: Wie in den Vorjahren neigen potenzielle Wähler_innen der AfD auffallend häufig zu menschenfeindlichen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Einstellungen. Insgesamt macht die Studie deutlich: Vordergründig findet sich eine hohe Zustimmung zur Demokratie, die aber zugleich von antidemokratischen und antipluralistischen Überzeugungen begleitet wird.

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